Endlich, endlich sind wir umgezogen!
Sieben Jahre lang haben wir gesucht.
Jetzt, im Juni 2010, ist der Aikikai Bonn
schließlich doch noch in neuen Räumlichkeiten
angekommen. Nach all der
Zeit hatte so manch ein Mitglied nicht
mehr wirklich mit einem Ortswechsel
gerechnet.
Bei den neuen Räumen handelt es sich
um ein ehemaliges Sparkassengebäude,
das einige Jahre lang leer stand. Da sich
die Anforderungen an eine Bank allerdings
deutlich von denen an ein Dojo
unterscheiden (zum Beispiel duschen
Banker nach der Arbeit eher selten direkt
am Arbeitsplatz), standen so einige Bauarbeiten
ins Haus. Nachttresorschlitze
und Geldautomatenlöcher wurden zugemauert,
Kleberreste vom Boden gekloppt
und Parkett gelegt, eine Mauer wurde
raus gebrochen, um einen größeren
Aufenthaltsraums zu bekommen. Die
Matte haben wir auf einen Schwingboden
gelegt – weniger der Bequemlichkeit
halber, als vielmehr wegen der
Lüftung darunter. Wir hatten im alten
Dojo schlechte Erfahrungen mit Schimmel
unter der Matte gemacht, und das
wollen wir nie wieder erleben.
Teilweise mussten die Räume mit einigem
Nachdruck von ihren neuen Funktionen
überzeugt werden. In der (künftigen)
Damenumkleide etwa lauerte eine
wahrhaft knüppeldicke Überraschung:
Hinter einer Rigipsmauer kam ein alter
Tresor zum Vorschein! (Leider schon
aufgebrochen). Die 1,3 Tonnen Sondermüll
mussten mit einem Spezialkran
entfernt werden. Der Betonsockel darunter,
der wegen des Duschen-Abflusses
weg musste, war dann auch noch etwas
fester als üblich. Also musste hier der
große „Überzeuger“ (Vorschlaghammer)
seines Amtes walten.
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Streichen, putzen, streichen, putzen,
Vorhänge nähen, Blumenkästen befüllen
und bepflanzen, Schutt abfahren,
Außenwerbung kreieren und aufmalen:
Von all diesen Tätigkeiten soll hier nicht
weiter die Rede sein. Aber es war ein
Haufen Arbeit!
Der gesamte Umbau wurde personell,
aber auch finanziell vom Bonner Aikikai
gestemmt. In den drei Monaten des Umbaus
waren die Mitglieder an fast allen
Wochenenden als HelferInnen gefordert.
Und sie kamen – anfangs natürlich mehr
als gegen Ende. Glücklicherweise konnten
wir in den Jahren zuvor ein kleines
finanzielles Polster ansammeln. Zusätzlich
haben begeisterte Mitglieder mit
Geld- und Sachspenden ausgeholfen.
Am Ende entstand ein Dojo, auf das wir
alle stolz sind – vor allem und ganz besonders,
weil es in großem Gemeinschaftsgeist
entstanden ist. Aber auch
weil es wirklich toll aussieht! Ihr könnt ja
mal gucken kommen – wir würden uns
freuen. Einige haben das ja schon getan
und sich beim Eröffnungslehrgang mit
Meister Asai umgeschaut. Okay – da
waren die Frauenduschen noch nicht
fertig und immer noch müssen Kleinigkeiten
erledigt werden. Aber wir fühlen
uns wohl und haben fast schon vergessen,
dass wir in einer ehemaligen
Schalterhalle trainieren.
Und die guten Wünsche der Aikido-
Schule Trier ("Viel Glück für viele gemeinsame
Trainingsjahre"), die uns nach
dem Lehrgang mit einer Spende überraschten,
werden – so scheint es – wohl
wahr werden. Herzlichen, herzlichen
Dank, Trier! Und natürlich auch an
unsere tapferen und tüchtigen Mitglieder
– allen voran Jürgen Tiedtke, ohne
den weder der nach zähen Verhandlungen
abgeschlossene Mietvertrag noch
der Umbau überhaupt möglich gewesen
wäre!
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