Banker duschen nicht am Arbeitsplatz

Aikikai Bonn fand nach langem Warten neue Räume

Text Suzu Navarro
Fotos im Originalartikel Martin Navarro, Johannes Pohl, Jürgen Tiedtke

I Umbau und Umzug

Streichen, putzen, streichen, putzen, Vorhänge nähen, Blumenkästen befüllen und bepflanzen, Schutt abfahren, Außenwerbung kreieren und aufmalen: Von all diesen Tätigkeiten soll hier nicht weiter die Rede sein. Aber es war ein Haufen Arbeit! Der gesamte Umbau wurde personell, aber auch finanziell vom Bonner Aikikai gestemmt. In den drei Monaten des Umbaus waren die Mitglieder an fast allen Wochenenden als HelferInnen gefordert. Und sie kamen – anfangs natürlich mehr als gegen Ende. Glücklicherweise konnten wir in den Jahren zuvor ein kleines finanzielles Polster ansammeln. Zusätzlich haben begeisterte Mitglieder mit Geld- und Sachspenden ausgeholfen. Am Ende entstand ein Dojo, auf das wir alle stolz sind – vor allem und ganz besonders, weil es in großem Gemeinschaftsgeist entstanden ist. Aber auch weil es wirklich toll aussieht! Ihr könnt ja mal gucken kommen – wir würden uns freuen. Einige haben das ja schon getan und sich beim Eröffnungslehrgang mit Meister Asai umgeschaut. Okay – da waren die Frauenduschen noch nicht fertig und immer noch müssen Kleinigkeiten erledigt werden. Aber wir fühlen uns wohl und haben fast schon vergessen, dass wir in einer ehemaligen Schalterhalle trainieren. Und die guten Wünsche der Aikido- Schule Trier ("Viel Glück für viele gemeinsame Trainingsjahre"), die uns nach dem Lehrgang mit einer Spende überraschten, werden – so scheint es – wohl wahr werden. Herzlichen, herzlichen Dank, Trier! Und natürlich auch an unsere tapferen und tüchtigen Mitglieder – allen voran Jürgen Tiedtke, ohne den weder der nach zähen Verhandlungen abgeschlossene Mietvertrag noch der Umbau überhaupt möglich gewesen wäre!

II Einweihung mit extra viel Schweiß

Besonders hervorzuheben an diesem Lehrgangstag ist vielleicht die unverschämte Hitze, die an diesem Tag alles fest im Griff hatte. Selbst der in der Mittagspause eilig herbei geschleppte Ventilator konnte nicht nennenswert dagegen ankämpfen. Und sogar Meister Asai ließ Gnade vor Recht ergehen und gewährte uns in jeder Einheit eine kurze Pause. Umso mehr danken wir Meister Asai und allen Gäste, dass sie in dieser Bullenhitze den Weg zu uns fanden. Gemeinsam haben wir das Dojo mit Leben erfüllt und ihm klar gemacht, wofür es ab jetzt da ist!