Mit den Hühnern

Von den Vorzügen des Aikido-Trainings in aller Frühe
Text und Fotos: Beate Schuricht
weich. Gegen Ende des Trainings sind sogar ein paar flotte Würfe drin, und die Bewegungen ähneln denen am Abend. Statt des bekannten Dursts auf viel Wasser, Saftschorle oder ein Bier stört nun ein Geräuschkonzert die Stille: Mehrere Mägen inklusive meinem melden sich knurrend - Hunger! So passt es gut, als mein Ohr das wohlverdiente Abklatschen zum Ende vernimmt.

"Wer holt denn heute Brötchen?", tönt es vielversprechend in die Stille und meine Hand hebt sich entschieden. Um halb acht ist beim Bäcker einiges los - wenn Ihr alle wüsstet, wie viele Kalorien ich schon verbraucht habe! Flugs mit der Tüte zurück zu Kaffee, Tee, Butter und sechs Sorten selbstgemachter Marmelade. Neben bekannten Arten steht die norddeutsche "Jostabeere" hoch im Kurs, eine Kreuzung aus Johannis- und Stachelbeere. Auch Löwenzahngelee hat schon die Mäuler erquickt. Was man hier alles kennenlernt! Aber was ist das? Mein nunmehr waches Auge entdeckt die Sorte "Pflaumenmarmelade, nicht so steif". Wenn das nicht die einzig wahre Aikido-Nahrung ist. Ein Lob der Köchin.

Bei den ersten Sonnenstrahlen wird der Magen gefüllt und gewärmt. Nach ein paar heißen Getränken lockert sich die Stimmung, und schließlich steht das bunte Palaver dem am Abend in nichts nach. Und dann beginnt der Arbeitstag - etwas verspätet aber umso erfrischter. Meine Entscheidung steht fest: Ich komme gern wieder - im Sommer.