Alle hatten zu jeder Zeit ein Lächeln auf dem Gesicht
20.05.2010

JugendlehrgangWie mittlerweile jedes Jahr fand am Wochenende nach Himmelfahrt 2010 wieder der Aikido-Lehrgang für Jugendliche von 13-17 Jahren in Reinbek unter der Leitung von Rüdiger Höhne statt.
In der Zeit vom 14.-16. Mai hatten Teilnehmer aus den Dojos in Reinbek, Flensburg, Prisdorf, Karlsruhe(!), Oldenburg und Gristede ein straffes Programm zu absolvieren. Das beste Beispiel ist ein Auszug aus dem Trainingsplan für den Samstag Morgen: 06.00 Uhr: Wecken; 06:30-08:15 Uhr: Training; 08.30-09:15 Uhr: Frühstück. Das "Nachtlager" ist auch in anderen Lehrgangsphasen ganz hilfreich
Jedoch wartete auf die Aikidoka, die schon ein oder mehrere Male teilgenommen hatten, eine kleine Überraschung: Es gab sogar Pausen! Dies war in den letzten Jahren nicht der Fall, lediglich Zeit zum Umziehen, etc. wurde uns eingeräumt. Wurde das Betreuerteam um Rüdiger Höhne etwa "weich"?
Keinesfalls, denn die Pausen waren mit 15-30 Minuten eher kurz und die Trainingseinheiten im Vergleich zu 2009 entsprechend verlängert worden. So kam die Gruppe an knapp 3 Tagen auf gut 11 Stunden reine Trainingszeit, rechnet man die "Schnupperstunde" Iaido (eine dem Aikido artverwandte Schwertkampfkunst) mit ein. Ebenfalls neu war Mirco Hübner, der als Betreuer seinen Einstand gab.
Neben dem "normalen" Training und dem interessanten Einblick ins Iaido standen aber auch andere Aktionen auf dem Plan, wie etwa das aus dem Vorjahr bestens bekannte und in Erinnerung gebliebene "Gürtelhockey", bei dem es darum geht, einen Ball mithilfe des Anzuggürtels ins gegnerische Tor zu befördern, und bei dem die 4 Teams (inklusive der Betreuer) eineinhalb Stunden lang vollen Einsatz zeigten. Auch der Teil "Meditation/Massage" erfreute sich größter Beliebheit, bot er doch Gelegenheit, verpassten Schlaf nachzuholen. Die wohl wichtigste Ausrüstung während dieser Einheit: Das Kopfkissen. Am Samstag Nachmittag ging es ins reinbeker Hallenbad, wo dann, je nach Belieben, mehr oder weniger im Wasser entspannt werden konnte. Nach einem weiteren Training sah die Gruppe am Abend "Last Samurai", um danach - manch einer auch währenddessen - in den wohlverdienten kurzen Schlaf zu fallen.
Nicht nur während der Vorführung geht es ganz schön zur Sache Auch am Sonntag hieß es um 6.00 Uhr: Aufstehen! Das allerdings fiel manchen nicht so leicht wie noch am Vortag, hatte man doch eine beträchtliche Anzahl Trainingseinheiten in den Beinen (und den Armen, und dem Bauch, und so weiter). Dennoch gaben die Teilnehmer während der beiden Trainingseinheiten alles, vor allem aber während der anschließenden Vorführung, bei der Paare oder kleine Gruppen noch einmal vor Allen zeigten, was sie können. Sogar die Betreuer zeigten sich danach erstaunt über Einfallsreichtum und Qualität der Darbietungen, z.B. Rüdiger Höhne: "Ganz toll. Wenn ich sehe, was ihr alles gezeigt habt. Zum Beispiel die erste bis achte Form, das üben wir gerade für den ersten Dan."
So waren am Ende auch alle zufrieden mit sich und den anderen. Es überraschte niemanden, dass in der Abschlussrunde "eine tolle Atmosphäre und ein tolles Miteinander" bilanziert wurden. Am Ende erhielt jeder der Aikidoka eine Urkunde und dazu die Ausschreibung für den Lehrgang im nächsten Jahr, wie immer am ersten Wochenende nach Himmelfahrt. Dann dürfte wieder für drei Tage hervorragender Stimmung gesorgt sein, denn wie Betreuer Marcus Schröter so treffend formulierte: "Alle hatten zu jeder Zeit ein Lächeln auf dem Gesicht."
Steffen Gierveld